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.308 Winchester

 

Geschichte

Die Patrone 7,62 × 51 mm NATO ist eine Gewehrpatrone mit großer Verbreitung im Militär- und Jagdbereich. Beim Sportschießen wird die Patrone, aufgrund Ihrer durchschnittlichen Eigenpräzision, zunehmend von anderen Patronen verdrängt. In den durch die NATO beeinflussten Streitkräften wurde sie für die Verwendung in Sturmgewehren durch die kleinkalibrige 5,56 × 45 mm NATO abgelöst und wird meist nur noch in Maschinengewehren genutzt. Auch hier geht die Tendenz hin zu leichten Maschinenwaffen wie der M249 SAW oder dem MG4 , mittelschwere MG wie FN MAG , M60 oder MG3 im Kaliber 7,62 × 51 mm findet nur noch auf Zugebene als Unterstützungswaffe Anwendung.

Die Patrone ist auch als 7,62 × 51 mm CETME/NATO und .308 Winchester bekannt.

Die Patrone 7,62 × 51 mm wurde als Ablösung der Patrone .30-06 Springfield von Frankfort Arsenal aus der .300 Savage entwickelt. Im Dezember 1953 wurde sie als Standardpatrone der NATO eingeführt. Die Firma Winchester bot diese Patrone erstmals 1951 unter der zivilen Bezeichnung .308 Winchester an.

In Deutschland wird die Patrone vor allem im Sturmgewehr Heckler & Koch G3 und dem Maschinengewehr MG3 verwendet. Auch aus Kurzwaffen kann diese Munition durch ein Wechselsystem 1911-A2 SASS verschossen werden.

.308 Winchester
Da die .308 die zivile Version der 7,62 × 51 mm ist, gibt es nur geringe Unterschiede zwischen den beiden Patronen. Den größten Unterschied macht hierbei die Kennzeichnung aus, da bei der militärischen Version keine Kaliberangaben zu finden sind. Lediglich das NATO-Kreuz, eine Herstellerkennung und eine LOS- oder Jahreszahl sind im Hülsenboden eingelassen. Bei Patronen, die auf dem zivilen Markt verkauft werden, wird die fehlende Kaliberangabe aufgedruckt.

Ein technischer Unterschied ist die bei der .308 flachere Hülsenschulter, was beim Verschießen der militärischen Patrone aus präzise gefertigten Waffen zu Problemen führen kann. Zudem unterliegen die Ladungen und die Geschosse der militärischen Munition engen Spezifikationen, was zu einer geringeren Verfügbarkeit an unterschiedlichen Geschossen und Ladungen als bei der .308 führt.

7,62 × 51 mm CETME/NATO
Die spanische Militärpatrone 7,62 × 51 mm CETME/NATO wurde zuerst in den Sturmgewehren CETME A und CETME B verwendet. Sie hat eine gegenüber anderen Patronen aus NATO-Fertigung reduzierte Ladung. Dieses führt dann in der Regel zu Waffenstörungen, wenn versucht wird die Munition aus anderen Waffen als den CETME A bzw. CETME B zu verschießen.



Wiederladersicht


Neben den Geschossen der Werksladung verdient das nur 7,1 g schwere RWS TMR Beachtung: Das von der Patrone .30 M1 Carbine stammende Projektil leistet ca. 1.000 m/s und kann bis etwa 930 m/s heruntergeladen werden, ohne die für Rehwild und Raubzeug erforderliche Präzision zu verlieren. Sollte das 7,1 g TMR noch weiter verlangsamt werden, z.B. für eine Schwach- oder Übungsladung, so ist der Wechsel z.B. auf .30 Carbine Pulver = PCL 512 o. ä. angebracht: 1,95g dieses Pulvers ergeben 830 m/s. Von dieser Maximalladung ausgehend, kann die Leistung der .308 mit dem 7,1 g TMR bis auf den Pegel der kleinen .30M1 heruntergeladen werden. Aus den meisten Waffen ist eine ausreichende Liderung noch bei ca. 1,3g .30 C (PCL512) und 600 m/s zu erwarten. Sämtliche Vorschläge für das 7,1 g TMR dienen auch das 6 g VMR-Geschosse der Pistolenpatronen 7,65 Para bzw. 7,63 Mauser zu laden, sofern in Sonderfällen ein Vollmantelgeschoß benötigt wird. Zu den anderen Geschoßgewichten ist zu bemerken, daß die Leistung der Fabrikpatronen meist nicht ganz erbracht wird, weil deren Spezialpulver nicht zur Verfügung stehen. Bei Höchstladungen ist die nötige Sorgfalt beim Pulverwiegen dringend angebracht, da die .308 in diesem Bereich schon auf kleine Ladungserhöhungen anspricht. Die .308” Winchester ist unzweifelhaft eine der wichtigsten Jagd- und Sportpatronen, und das Geschoßangebot trägt dem Rechnung, indem neben den ,,reinrassigen” Matchgeschossen im Gewicht 10,9 und 12,3 g und den ,,reinrassigen” speziellen Jagdgeschossen (KS, HMK, TU) auch noch Geschosse mit dualen Aufgaben, also mit Blick auf die Verwendung sowohl auf die Scheibe als auf der Jagd, angeboten werden. Zur letzteren Kategorie zählen die Teilmantel-Geschosse im Gewicht 7,1 g und 11,7 g, sowie das 9,5 g schwere SG. Letzteres wird bereits mit den unteren Ladevorschlägen auf die ,,gängige” Mündungsgeschwindigkeit von 750 m/s beschleunigt. Einige der vorgeschlagenen Pulverladungen müssen komprimiert werden, was bei genauer Einhaltung der Charge kein Nachteil ist.




Ladedaten


Zünder:: Large Rifle
Geschuß: HDB 123 gr. und HDB 120 gr.
Pulver: Vihtavuori N130 = 41 gr.,
Vihtavuori N133 = 46 gr.,
Vihtavuori N135 = 47 gr.,
Vihtavuori N140 = 49 gr.,
Rottweil R902 = 46 gr.,
Rottweil R903 = 49 gr.,
Rottwel R907 = 50 gr.

Geschoß: HDB 150 gr. und HDB 146 gr.
Pulver: Vihtavuori N133 = 42 gr.,
Vihtavuori N135 = 43,5 gr.,
Vihtavuori N140 = 45,5gr.,
Rottweil R902 = 43,5 gr.,
Rottweil R903 = 47 gr.,
Rottweil R907 = 48 gr.

Geschoß: HDB 150 gr. und HDB 146 gr.
Pulver: Vihtavuori N133 = 42 gr.,
Vihtavuori N135 = 43,5 gr.,
Vihtavuori N140 = 45,5gr.,
Rottweil R902 = 43,5 gr.,
Rottweil R903 = 47 gr.,
Rottweil R907 = 48 gr.

Geschoß: HDB 168 gr. und HDB 165 gr.
Pulver: Vihtavuori N135 = 42,5 gr.,
Vihtavuori N140 = 44 gr.,
Vihtavuori N540 = 44,5 gr.,
Vihtavuori N150 = 45,5 gr.,
Vihtavuori N550 = 48 gr.,
Rottweil R902 = 42,5 gr.,
Rottweil R903 = 46 gr.,
Rottweil R907 = 47 gr.

Geschoß: HDB 185 gr. und HDB 190 gr.
Pulver: Vihtavuori N140 = 42,5 gr.,
Vihtavuori N150 = 44 gr.,
Vihtavuori N550 = 47 gr.,
Rottweil R903 = 43 gr.,
Rottweil R907 = 45 gr.

 

Bemerkung:

Das 168 gr. HDB ist am universellsten und auf alles europäische Wild geeignet, sowie auf alles Wild bis 300 kg.

Das 185 gr. HDB ist nur mit Einschränkung der Schußentfernung bis ca. 200 m zu empfehlen und es muß mit längeren Fluchtstrecken gerechnen werden..

Das 123 gr. HDB wurde speziell auf die .308 Win. zugeschnitten und stellt das Optimum bezüglich der Flugbahn und der Zielwirkung dar. Es ist geeignet für Wildarten bis 200 kg. Bei Rehwild unter 100 m Schußentfernung muß mit leichten Hämatomen gerechnet werden.

Überraschend waren die Auswertungen von künstlichen Zielmedien. Hier waren die Energieabgabe und die Penetration gleichzusetzen mit der .300 Win. Mag. und einem 200 gr. Teilmantel-Jagdgeschoss. Bemerkenswert ist, daß die .300 Win. Mag. mit fast doppelt so viel Pulver gerade mal 100 m/s mehr bringt. Die Schützenbelastung ist jedoch ungleich höher.

Das Spezialgeschoss .30-30 Win. mit 120 gr. eignet sich auch für reduzierte Ladungen als Fangschuss- oder Schonzeitpatrone. Nehmen Sie hierzu Vihtavuori N 110 mit 24,5 gr.

Mit dem 165 gr. Spezial Jagdgeschoss lassen sich sehr gute Drückjagdpatronen herstellen. Es hat auch bei schlechten Schüssen eine sehr gute Wirkung ohne zu zerstörerisch zu wirken.

Das 190 gr. Magnum Drückjagdgeschoss ist nur bedingt zu empfehlen, da es keine Vorteile aus dieser Patrone bringt.

Das 200 gr. Subsonic Geschoss wurde für Unterschallmunition entwickelt und gehört nur in die Hände von Profis. Aus Sicherheitsgründen und wegen der besonderen Handhabung werden keine Laborierungen empfohlen.

Das gleiche gilt für das 154 gr. Subsonic Geschoss. Es sollte für zivile Waffen bevorzugt werden, da es sonst zu Drallstabilitätsproblemen kommen kann.

Das 150 gr. HDB und das 146 gr. Spezial Jagdgeschoss sollten in kurzläufigen Büchsen Verwendung finden, da sie hier am universellsten sind, dazu rate ich die schnelleren Pulver. In normalen Läufen um 60 cm ist der Unterschied zum 168 gr. HDB und zum 165 gr. Spezial Jagdgeschoss relativ gering. Sie werden dem Jäger empfohlen, dem das 123 gr. Spezialgeschoss zu rasant erscheint und das 168 gr. Universal HDB etwas zu langsam ist. Das Wildspektrum und die Empfehlungen ändern sich dadurch nicht.


ACHTUNG
Weil keine Garantie dafür besteht, mit welcher Sorgfalt und welchen Komponenten der Wiederlader arbeitet, noch in welchem Zustand sich die Waffe befindet, in der er seine Munition verschießt, erfolgt die Angabe der Ladedaten in jeder Hinsicht ohne Gewähr